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(gf) Die Mesnerin, Frau Mager, empfing die Gruppe sehr freundlich und lud sie
zur Besichtigung ein. Da die Kirche nicht an einer Durchgangsstraße steht, und außerdem meistens verschlossen ist, hatten sie nur wenige vorher von innen
gesehen. Frau Mager legte dann auch gleich los, und erzählte die Geschichte dieses Bauwerks. Die Pfarrei Salach wurde 1275 erstmals genannt und gehörte damals zum
Bistum Konstanz. Die Kirche ist der heiligen Margareta geweiht. Der Drache auf der Kirchturmspitze erinnert an die Legende um diese Heilige. Das
Patronat hatten die Herren von Staufeneck inne und ging im 14. Jahrhundert an die verwandten Herren von Rechberg über. Im schwäbischen Städtekrieg wurde die Kirche zerstört. Vermutlich ließ sie
Veit II. von Rechberg zu Staufeneck und Falkenstein im spätgotischen Stil neu aufbauen. In der Barockzeit wurde das Langhaus wesentlich verändert. Bei der
Innenrenovierung 1958 kamen im Chorturm Wandmalereien zum Vorschein. Besonders sehenswert sind mehrere Steinmetzarbeiten, rechbergische Grabdenkmäler aus dem 16. Jahrhundert.
Im Jahr 1603 wurde in der zu Württemberg gehörenden Ortshälfte die Reformation eingeführt. Die entstandenen konfessionellen Streitereien konnten
im Jahr 1655 in einem Interimsvertrag geschlichtet werden. In diesem Vertrag war auch enthalten, dass kein evangelischer und kein katholischer Pfarrer in
Salach wohnen durfte. Das Simultaneum dauerte 250 Jahre und wurde erst mit dem Bau der neuen katholischen Margaretenkirche im Jahr 1905 beendet.
Frau Mager erklärte auch verschiedene Bilder der Fresken im Chorraum, welche allerdings mehr erahnt als gesehen werden können. Die Ersteigung des Glockenturms rundete die Führung ab. Mit dem
Besuch dieser Kirche haben die Teilnehmer wieder ein Stück Heimat kennengelernt. Frau Mager erklärte, sie freue sich, wenn sich
jemand für ihre Kirche interessiert und sie mache diese Führungen gerne. Herzlichen Dank dafür.
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